Kritische Würdigung des Methodenbaukastens im ERP-Auswahlprozess (von gestern)

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ERP-Auswahl-Beratung Whitepaper

Die aktuell gängigen und in der Literatur bzw. von Beratern vorgestellten Modelle haben alle Mängel. Das eine, einzig wahre und optimale Auswahlverfahren gibt es nicht. Und keines der gängigen Modelle berücksichtigt den Aspekt, dass die digitale Transformation zu Anforderungen führen wird, die heute im Grunde noch gar nicht bekannt sind. Das ist der Hauptkritikpunkt. Auf der Detailebene sind jedoch noch weitere Kritikpunkte festzuhalten:  

 

  • In den meisten Fällen berücksichtigen die beschriebenen Methoden keine Besonderheiten und versuchen, eine Art allgemeingültigen Auswahlprozess zu beschreiben. In der Praxis macht das aber wenig Sinn. Es ist ein großer Unterschied, ob ein ERP-System für einen Produzenten gesucht wird, der 3500 Mitarbeiter beschäftigt oder für ein Handelsunternehmen, welches 50 Mitarbeiter beschäftigt.
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  • Die Praxis hat gezeigt, dass sich Anforderungen sowohl im Zeitablauf als auch mit Zunehmender Erlangung von Detailkenntnissen über die Möglichkeiten eines betrachteten Systems ändern. Es findet also eine Art Befruchtung im laufenden Prozess statt, die naturgemäß im eigentlichen Auswahlprozess nur schwerlich berücksichtigt werden kann.
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  • Ein großes Problem bei den gängigen  Vorgehensweisen liegt in der Herkunft der Kriterien. Zur Kriterienbestimmung wird in der Praxis zumeist eine Bottom-Up-Vorgehensweise gewählt. Bei dieser Methode werden die Kriterien häufig durch Befragungen und Einzelinterviews vieler verschiedener beteiligter Mitarbeiter in einem Unternehmen durchgeführt. Eine Schwierigkeit bei diesem Ansatz ist darin begründet, dass zur Kriterienbestimmung in hohem Masse inhaltliche und funktionale Aspekte herausgearbeitet werden. Hierdurch entsteht die Gefahr, dass die Kriterien nicht mehr konform sind mit vorhandenen Primärzielen bzw. einem umfassenden Zielkomplex. Folge: Die Bedeutung individueller Kriterien und die Gewichtung vorrangiger Ziele verwischen. 

     

  • Nicht nur die Herkunft der Kriterien, sondern auch deren Gewichtung kann ein Problem sein. In den bekannten Methoden wird hierfür häufig ein holistischer Ansatz angewendet. Das grundsätzliche Problem dieses Ansatzes ist, dass die Anzahl der den verschiedenen Primärzielen zuzuordnenden Kriterien stark divergieren kann. Die Folge ist ein verzerrtes Bild des Ganzen, da während des Auswahlprozesses in der Regel eine Summierung der auf die Kriterien bezogenen Einzelgewichtungen erfolgt. Ein weiterer Schwachpunkt dieser Methode liegt darin, dass bei einer unkritischen und unreflektierten Betrachtung die Nichterfüllung eines Kriteriums durch die Übererfüllung anderer Kriterien scheinbar kompensiert werden kann. Deshalb ist bei der Zusammenstellung des Kriterienkataloges besondere Vorsicht geboten.

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Erwin Lammenett

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