Das Internet durchdringt immer größere Teile des täglichen Lebens. Heute sind 57 Prozent der Deutschen online, davon über die Hälfte täglich. Laut einer aktuellen AGOF-Studie zeichnen sich als Nutzungsschwerpunkte des Internet deutlich die E-Mail-Kommunikation und die Informationsrecherche ab – sie liegen mit Werten von über 80 Prozent gleichauf an der Spitze. Zu mehr als 60 Prozent nutzen die Deutschen das Internet, um Nachrichten zum Weltgeschehen zu lesen, knapp 60 Prozent setzen es für Online-Shopping und 55 Prozent für Online-Banking ein [1]. Die ARD/ZDF-Online-Studie 2005 kommt zu einem vergleichbaren Ergebnis [2]. Den Printmedien hat das Internet im Bereich der täglichen Benutzungshäufigkeit inzwischen deutlich den Rang abgelaufen. Im Durchschnitt nutzt heute jeder Deutsche das Internet täglich 58 Minuten, liest aber nur 26 Minuten Zeitungen und 18 Minuten Zeitschriften[3] .
Diese positive Entwicklung des Mediums Internet haben mehrere, unabhängig voneinander durchgeführte Studien belegt – trotzdem wird in Deutschland immer noch deutlich mehr Marketing-Budget in Print-Werbung investiert als in Online-Werbung. Laut einer Studie des Online-Vermarkterkreises im Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. geben deutsche Unternehmen für Online-Werbung 750 Mio. € aus, für Werbung in Fach- und Publikumszeitschriften dagegen 4,224 Milliarden € und für Werbung in Zeitungen sogar 4,972 Milliarden €[4] . Eine Erklärung für dieses offensichtliche Missverhältnis gibt es bisher nicht.
Die vorliegende Studie untersucht die Erfahrungen mit und die Erfolgsdeterminanten von Online-Marketing aus Sicht deutscher Unternehmer und Marketingverantwortlicher (Marketingleiter). Schwerpunkte der Untersuchung sind dabei:
Aachen, im Februar 2006
Erwin Lammenett
_________________
[1] Quelle: AGOF - Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung e.V., AGOF-Studie (28.09.2005)
[2] Vgl. http://www.ard.de/intern/.. Zugriff am 02.01.2007
[3] Quelle: TimeBudget 10 SevenOne Media
[4] Quelle: Online-Vermarkterkreis im Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V.
