Testkampagnen-Funktion
Die Funktion der Testaussendung ermöglicht es, verschiedene Nuancen einer E-Mail mit unterschiedlichen Betreffzeilen an einen kleinen, aber repräsentativen Kreis der Gesamtheit der Empfänger zu versenden. Anschließend wird die Response-Rate der unterschiedlichen Testaussendungen gemessen. Die Testmail, die die höchsten Reponse-Raten erzielt hat, wird anschließend an den gesamten verbleibenden Verteiler gesandt. Selbstverständlich erhalten Empfänger der Test-Gruppen die E-Mail nicht zum zweiten Mal.
Testaussendungen
Mittels dieser Funktion kann die erstellte E-Mail an eine ganz bestimmte E-Mail-Adresse gesandt werden, damit beurteilt werden kann, wie die E-Mail beim Empfänger ankommt. Moderne Systeme verfügen weiterhin über die Funktion, diese Testaussendung an verschiedene E-Mail-Konten zu senden, damit beurteilt werden kann, wie die Email beispielsweise bei GMX, bei Lotus Notes, Outlook und anderen gängigen E-Mail-Clients ankommt.
Behandlung von Rückläufern
Wenn E-Mails an einen kleinen Verteilerkreis von wenigen hundert Empfängern gesandt werden, dann können Rückläufer, sogenannte Bounces, mit einem vertretbaren Aufwand manuell bearbeitet werden. Bei größeren Aussendungen ist dieses manuell nicht mehr möglich. Grundsätzlich wird zwischen zwei verschiedenen Arten der Rückläufer unterschieden. Einerseits die sogenannten Hardbounces und andererseits die Softbounces.
Als Hardbounce wird ein Rückläufer bezeichnet, wenn die E-Mail-Adresse des Empfängers vom E-Mail-Server des Empfängers zurückgewiesen wurde. In der Regel ist dies der Fall, wenn die E-Mail-Adresse nicht mehr gültig ist, weil der Empfänger beispielsweise nicht mehr für das Unternehmen tätig ist. Die E-Mail-Adresse ist damit wertlos geworden und es gibt keinen weiteren Grund, diese zukünftig weiter anzuschreiben.
Als Softbounce werden Rückläufer bezeichnet, die seitens des E-Mail-Servers des Empfängers ebenfalls automatisch generiert worden sind, die jedoch darauf hindeuten, dass der Empfänger nur temporär nicht erreichbar ist. Dieses ist beispielsweise dann der Fall, wenn als Rückläufer eine Urlaubsbenachrichtigung eingeht.
Moderne E-Mail-Marketingsysteme automatisieren das Handling derartiger Rückläufer. Der Grad der Automatisierung und die Behandlung der Rückläufer im Einzelnen ist dabei nicht selten individuell einstellbar. Beispiel: Im Falle eines Hardbounces kann es auch sein, dass der E-Mail-Server des Empfängers aufgrund eines technischen Problems nicht erreichbar war oder die E-Mail nicht ausliefern konnte. Würde der Empfänger nun automatisch aus der Datenbank gelöscht, so wäre dieses sicherlich verfrüht, denn nach Behebung der technischen Probleme ist die E-Mail-Adresse wieder erreichbar.
Bei modernen Systemen kann man deshalb einstellen, nach wie vielen erfolglosen Aussendungsversuchen ein Empfänger aus der Empfängerliste gelöscht werden soll.
