Automatische Format-Auswahl
Bei regelmäßigen Aussendungen, wie einem monatlich erscheinenden Newsletter ist es sinnvoll, dem Empfänger die Wahl darüber zu überlassen, ob er einen rein textbasierten Newsletter oder einen HTML-Newsletter erhalten möchte.
Moderne E-Mail-Marketingsysteme können teilautomatisiert zwei Versionen eines Newsletters erstellen und in Abhängigkeit der Empfängerpräferenz die jeweils gewünschte aussenden. Dieses Verfahren ist nicht zu verwechseln mit der Aussendung einer E-Mail im MIME-Multipart-Format, bei dem im Grunde in einer E-Mail beide Versionen des Newsletters versandt werden, jedoch nur eine in Abhängigkeit des vom Empfänger verwendeten E-Mail-Clients angezeigt wird. Das rein optionale Verfahren ist deshalb zu bevorzugen, weil einerseits die versandte Datenmenge kleiner ist und andererseits die Fehleranfälligkeit deutlich geringer ist.
Welche Art der E-Mail der Empfänger erhält, wird in der Empfängerdatenbank festgehalten. Der Empfänger kann die Einstellung jederzeit ändern. In der Regel ist am Ende eines Newsletters ein entsprechender Textvermerk, wie beispielsweise "Wenn Sie zukünftig unseren Newsletter im HTML-Format erhalten wollen, klicken Sie bitte hier". Klickt der Empfänger auf den angegeben Link, so wird in der Empfängerdatenbank das entsprechende Merkmal umgestellt. Ab der folgenden Aussendung erhält der Empfänger in diesem Falle die HTML-Version des Newsletters.
Reporting und Analyse
Grundsätzlich gibt es beim Direktmarketing, sei es per Brief (postalische Zustellung) oder per Nutzung eines einfachen E-Mail-Werkzeuges (Aussendung der E-Mail beispielsweise mit Outlook) zwei mögliche Antwortformen: eine automatisierte Antwort (Hard- oder Softbounce im Falle einer E-Mail und Rückstellung des Briefes, weil Empfänger verzogen) oder eine persönliche Antwort des Empfängers.
Die Analyse- und Auswertungsmöglichkeiten in Bezug darauf, welche Themen im Empfängerkreis Aufmerksamkeit erlangt haben und welche eher als uninteressant empfunden wurden, lassen sich hierbei nicht treffen. Das ist im Falle des Einsatzes professioneller E-Mail-Marketingsysteme anders.
Diese Systeme verfügen über ein automatisiertes Reporting, welches verschiedenste statistische Auswertungen zur Verfügung stellt. Ersichtlich ist in der Regel, wie viele E-Mails aus der Gesamtheit beim Empfänger angekommen sind und viele E-Mails davon geöffnet wurden. Je nach Art und Aufbereitung der E-Mail ist sogar ersichtlich, zu welchen Themen weitere Detailinformationen abgerufen wurden. Es gibt sogar Software, die festhalten kann, wer die durch Klick auf den entsprechenden Link im E-Mail-Newsletter hinterlegten Detailinformationen zu einem bestimmten Themenfeld angefordert hat.
Der Wert derartiger Informationen für ein weiteres gezieltes und bedarfsorientiertes Marketing ist ausgesprochen hoch. So können dann beispielsweise weitere Aussendungen inhaltlich am Bedarf der Empfänger ausgerichtet werden. Ferner können weitere Aussendungen in Teilen so personalisiert werden, dass das zuvor vom Empfänger durch Klick bekundete Interesse/Bedarf befriedigt wird. In Einzelfällen kann es sicherlich auch lohnenswert sein, Empfänger durch ein individuell formuliertes Follow-up zu bewerben.
