Hintergrundinformationen zum Artikel
"E-Mail Marketing und
Newsletter erfolgreich managen"
aus Direkt Marketing 03/2006
Seit Anfang 2000 ist in Deutschland ein kontinuierlicher Aufwärtstrend im Segment eMail-Marketing zu verzeichnen. Dieses liegt sicherlich einerseits daran, dass immer mehr Menschen in Deutschland Internetzugang haben. Der Anteil der Personen, die das Internet privat, bei der Arbeit oder der Ausbildung regelmäßig, d.h. mindestens einmal pro Woche nutzen, lag in Deutschland 2004 bei 50%. Damit lag Deutschland leicht über dem EU-Durchschnitt, der 2004 rund 43% betrug (1) . Andererseits spielen sicherlich die Vorteile von eMail-Marketing gegenüber konventionellem Direktmarketing eine wichtige Rolle.
Laut einer Studie der Deutschen Post aus dem Jahre 2003 sind die Ausgaben für eMail-Marketing in Deutschland im Jahre 2002 um 0,3 Milliarden Euro auf 1,7 Milliarden gestiegen (2). Damit gehörte eMail Marketing zu den wachstumsstärksten Direktmarketinginstrumenten im Jahre 2002. Neben dem Internet, werden dem eMail-Marketing in der Studie mit 19% die stärksten Zuwachsraten attestiert (3) . Dabei lag der Anteil der Aufwendungen an den gesamten Direktmarketing-Aufwendungen 2003 schon bei 6%.
Eine Umfrage des Spamfilterhersteller Clearswift aus dem
Jahre 2004 ergab, das 44% der befragten Unternehmen eMail zu Werbezwecken
einsetzen (4)
.
An der
Umfrage haben 1.260 Firmen online teilgenommen, 66 davon aus Deutschland.
Auch die Zahlen aus diesem Jahr deuten darauf hin, dass
eMail-Marketing gerade in Deutschland weiter auf dem Vormarsch ist. So ergab ein
im Mai 2005 veröffentlichter Trendreport der Firma DoubleClick (5)
, dass die Auslieferungsquote
der in Deutschland durch das DoubleClick eigene System (DARTmail) ausgelieferten
eMails um 3,4% auf 94,1 % gestiegen ist. Die Öffnungsrate lag dabei bei allen
untersuchten Industriezweigen bei mindestens 30%.
Zwar basiert diese Aussage
nur auf den aggregierten Daten der eMail-Marketing-Technologie DARTmail von
DoubleClick, jedoch ist DoubleClick Marktführer und dürfte somit über eine
repräsentative Datenbasis verfügen. Die Auslieferungsquote besagt, wie viele der
insgesamt versendeten eMails ausgeliefert wurden.
Sehen Sie in anhängendem PDF auf einigen Seiten einen
Produktvergleich von 20 E-Mail Marketing Systemen:
Download
Produktvergleich (PDF)
Acht dieser Systeme wurden, zusammen mit neun weiteren sehr
ausführlich in einer im August 2005 veröffentlichten Marktübersicht der Firma
absolit getestet und bewertet (6). Insgesamt gibt es
weltweit mehrere hundert Produkte, die im engeren oder weiteren Sinne
eMail-Marketingaufgaben erfüllen. Alleine in der Kategorie "A6.03 eMail,
Mailserver, Serienmails" des Softwareführers SoftGuide sind mit Stand Oktober
2005 insgesamt 113 Produkte gelistet (7). Angesichts der
Vielzahl möglicher Lösungen empfiehlt sich ein strukturierter
Softwareauswahlprozess, wie er bei anderen Softwaregattungen
(z.B.Warenwirtschaftssystemen oder Content-Management-Systemen) angewandt wird
(8) .
(1) Statistisches Bundesamt, (2005), Pressekonferenz
"Informationstechnologie in Unternehmen und Haushalten 2004" am 14. März 2005 in
Hannover
(2) Deutche Post, (2003), Direktmarketing Deutschland 2003 Fakten,
Trends und Hintergründe zum Direktmarketing 2002/2003, Seite
45
(3) ebenda, Seite 107
(4) Clear Swift, (2004), Spam Monitor
Survey, Volume II. Seite 22
(5) DoubleClick Q1 2005 EMEA eMail Trendreport,
Zugriff am 03.11.2005 unter http://emea.doubleclick.com/DE/docs/emea_email_trend_report_q105_de.pdf
(6) Absolit Dr. Schwarz Consulting, (2005), http://www.absolit.de/studie.htm
(7)
Zugriff am 04.11.2005 unter http://www.softguide.de
(8)
Lammenett, (2001), Zugriff am 04.11.2005 unter http://www.absatzwirtschaft.de/psasw/fn/asw/SH/0/sfn/buildpage/cn/cc_vt/ID/21434/vt/
lammenett/s/1/page2/PAGE_1003228/aktelem/PAGE_1003228/index.html