Die grundsätzliche Problemstellung der Suchmaschinenoptimierung wird sehr schnell deutlich, wenn man sich die Ergebnisse von Studien zum Verhalten der Internetnutzer bei der Suche vergegenwärtigt: Demnach starten rund 81 Prozent der Internetnutzer eine neue Suche, wenn sie auf den ersten drei Ergebnisseiten einer Suchmaschine keine zufriedenstellenden Ergebnisse finden. Im Ergebnis bedeutet das, dass der betriebswirtschaftliche Nutzen von Platzierungen jenseits der Top 30 entschieden geringer ist als der von Platzierungen unter den Top 30. Platzierungen jenseits der Top 40 sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit betriebswirtschaftlich irrelevant. Ziel der Suchmaschinenoptimierung muss es also sein, Platzierungen innerhalb der Top 20 einer Suchmaschine zu erreichen.
Da jeder Treffer bei einer Suchabfrage einen Mitbewerber um einen der ersten Plätze darstellt, kann die Konkurrenz je nach Suchbegriff ausgesprochen heftig sein. Hier liegt das Dilemma der Suchmaschinenoptimierung begründet: Wie kann man bei Unmengen konkurrierender Suchworttreffer einen betriebswirtschaftlich relevanten Effekt erzielen und dauerhaft auf den ersten Seiten gelistet werden, wo alle anderen auch stehen wollen? Die Konkurrenzlage wird verschärft durch das so genannte Index-Spamming, die „Pay per Click”-Problematik und das Affiliate-Modell. Beim Index-Spamming führen viele der Ergebniseinträge direkt zum gleichen Anbieter. Dieses kann bewusst oder unbewusst herbeigeführt worden sein. Manche Suchmaschinenoptimierer wenden ganz bewusst unlautere Praktiken an, um ihre Chancen auf einen Platz unter den Top 20 zu erhöhen. Dies führt dazu, dass Suchmaschinen mit nutzlosen Einträgen überflutet werden.
