Der betriebswirtschaftliche Nutzen von Top-Positionen in relevanten Suchmaschinen wird heute kaum noch in Frage gestellt. Die Studie „Erfolgsdeterminanten des Online-Marketing aus Sicht deutscher Unternehmer und Marketingverantwortlicher” vom Februar 2006 bestätigt diese Einschätzung. Angesichts der beeindruckenden Wachstumsraten und Gewinne der Suchmaschinenanbieter sowie stetig steigender Nutzerzahlen ist dies nicht verwunderlich. Gezielte SEO gewinnt zunehmend an Bedeutung. Laut Studien von Nielsen/NetRatings und DoubleClick aus 2005 spielen Suchmaschineneinträge im Kaufentscheidungsprozess eine wichtige Rolle. Eine Differenzierung zwischen redaktionellen und bezahlten Sucheinträgen wurde bei diesen beiden Studien jedoch nicht gemacht. Deshalb kann die betriebswirtschaftliche Relevanz von SEO nur näherungsweise ermittelt werden.
Zwei weitere Studien aus dem Jahre 2005 belegen, dass SEO mindestens dieselbe, wenn nicht sogar höhere betriebswirtschaftliche Relevanz als Keyword-Advertising hat. Eine durch die Unternehmen Enqurio Inc., Did-it LLC und Eyetools Inc. durchgeführte neuartige Eye-Tracking Studie zeigt, welche Bereiche in den Suchergebnissen der Suchmaschinen vom Auge am ehesten wahrgenommen werden. Die ersten drei Plätze in den Suchergebnissen werden von 100 Prozent aller Suchenden gelesen, der zehnte Platz hingegen nur noch von 20 Prozent der Besucher.
Die rechtsplatzierten Werbeanzeigen haben einen noch schwereren Stand: Nur 50 Prozent aller Suchenden lesen die erste Anzeige, ab dem fünften Platz sind es nur noch zehn Prozent. Unter der naheliegenden Annahme, dass nur gelesene Einträge geklickt werden, ist die Schlussfolgerung zulässig, dass die links oben stehenden Platzierungen eine höhere Klickrate und damit eine höhere betriebswirtschaftliche Relevanz haben als die unten und die rechts stehenden Platzierungen.
Trotzdem werden laut Studien reguläre Suchergebnisse noch deutlich häufiger angeklickt als bezahlte. Allerdings variiere das Nutzerverhalten in Abhängigkeit der genutzten Suchmaschine. So klicken die Nutzer bei MSN bevorzugt auf bezahlte Suchergebnisse, bei Google sei dies genau umgekehrt.
